Interdisziplinäre Anthropologie: Jahrbuch 4/2016: by Gerald Hartung, Matthias Herrgen

Posted by

By Gerald Hartung, Matthias Herrgen

Das Jahrbuch widmet sich dem zentralen anthropologischen Thema „Wahrnehmung“. Im Fokus der Diskussion steht der Beitrag von Georg Toepfer zu deren Biologie und Anthropologie und zur Frage nach der Kopplung und Entkopplung von Organismus und Umwelt. Für die Interdisziplinäre Anthropologie ist eine systematische examine des Phänomens der Wahrnehmung in mehrfacher Hinsicht von geradezu paradigmatischem Charakter, treffen hier doch die klassisch gewordenen philosophischen Theorien auf die experimentell verfahrenden Wissenschaften.

Show description

Read or Download Interdisziplinäre Anthropologie: Jahrbuch 4/2016: Wahrnehmung PDF

Best german_16 books

Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht: Allgemeiner Teil

Anhand von thirteen „großen Fällen“, die nach aktuellen und klassischen Entscheidungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung gebildet sind und nach den Anforderungen im Ersten Juristischen Staatsexamen gelöst werden, vermittelt das Werk sowohl examensrelevantes Wissen im strafrechtlichen Pflichtfachbereich als auch die Falllösungstechnik zur Bewältigung strafrechtlicher Klausuren.

Soziale Innovationen für nachhaltigen Konsum: Wissenschaftliche Perspektiven, Strategien der Förderung und gelebte Praxis

Im vorliegenden Sammelband wird untersucht, wie die Potenziale innovativer Formen nachhaltigen Konsums – wie kollaborativer Konsums und Gemeingüter-Ökonomie, Prosuming und Produsing, Upcycling und ReUse – zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung entfaltet werden können. Neben Vorschlägen zur Systematisierung der Vielzahl relevanter Phänomene finden sich empirische Einblicke in die Entwicklung und Verbreitung verschiedener Typen von Innovationen sowie ihrer sozial-ökologischen Wirkungen.

Mechanismusbasiertes Entdecken in der Photoredoxkatalyse: Lumineszenzlöschung als Hilfsmittel zur Entwicklung von Photoredoxreaktionen

Michael Teders beschreibt einen konzeptionell neuartigen, mechanismusbasierten Screeningansatz zur Beschleunigung der Entdeckung photokatalytischer Reaktionen. Im Unterschied zu herkömmlichen Screeningmethoden, in denen die gesamte Reaktion betrachtet wird, analysiert der Autor bei diesem Ansatz nur einen einzelnen mechanistischen Schritt einer katalytischen Reaktion.

Psychologie Prosozialen Verhaltens: Warum Wir Anderen Helfen

Nur etwa jeder dritte Passant greift ein, wenn er an einer Unfallstelle vorbeikommt, an der Verletzte auf seine Hilfe angewiesen sind. Warum helfen so wenige, etwa nach Verkehrsunfallen, aber auch im alltaglichen Leben? Der Autor geht solchen Fragen nach und untersucht dazu Einstellungen und Personlichkeitsmerkmale der Helfer und der Nicht-Helfer sowie die Funktion sozialer Lernprozesse und Normen.

Additional info for Interdisziplinäre Anthropologie: Jahrbuch 4/2016: Wahrnehmung

Example text

Organ“) zentral. Im Gegensatz zu dem scharf konturierten Objekt wird der Organismus aber diffus dargestellt, ohne scharfe Grenzen zur Umwelt und verteilt auf peripheres Organ und Zentralorgan. Die Darstellung ist auf die Wahrnehmungsseite konzentriert; für die zentrifugale Erregung ist nur ein Zusammenlaufen der Erregungsbahnen an einem Punkt, aber kein effektorisches Organ angegeben. Die vielen parallel laufenden Erregungskreise und deren Integration im Zentralorgan deuten die Komplexität der Verarbeitungsprozesse an.

Toepfer, Georg: Historisches Wörterbuch der Biologie, Bd.  745. 88 Wie dies von Merleau-Ponty und Canguilhem in den 1940er Jahren behauptet wurde; vgl. Anm. 24. 89 Erst in ihrer Umgebungsbezogenheit werde der „Gestaltcharakter“ und die „Ganzheitlichkeit“ des Verhaltens deutlich. 90 Es seien nicht die gleichen Umweltelemente, mit denen zusammen der Organismus ein System bilde. Aus der situativen Kopplung eines Organismus an Objekte seiner Umwelt kann aber nicht darauf geschlossen werden, dass der Organismus zusammen mit diesen Objekten ein neues System bildet (allenfalls ein kurzfristig bestehendes „fakultatives System“91).

32.  116.  121. 73 x. 74 Weil auch Wahrnehmungen Aktivitäten von Organismen darstellen, die über Rückkopplungen mit Umweltgegenständen laufen, schließe sich dieser Ansicht zufolge ein Organismus in seiner Wahrnehmung häufig mit Objekten seiner Umwelt zu einem höheren System zusammen. Die Wahrnehmung finde eben nicht nur im Kopf statt, sondern sei ein interaktives Geschehen in einer jeweiligen Situation. Auch in neueren Ansätzen zur Analyse von Wahrnehmungserfahrungen wird die Verschränkung von Subjekt und Objekt als ein Rahmen der Beschreibung verwendet (allerdings ohne Bezugnahme auf die ältere Tradition dieses Ansatzes).

Download PDF sample

Rated 4.32 of 5 – based on 27 votes